Etwa ein Jahrhundert lang war das schwedische Königreich eine Großmacht von europäischem Rang und beherrschte den größten Teil des Ostseeraums. In Griebenow bei Greifswald befindet sich eines der bedeutendsten erhaltenen Denkmale dieser Zeit in Deutschland. Das Anfang des 18. Jahrhunderts entstandene Ensemble mit Herrenhaus und Park ist bemerkenswert gut erhalten und erstrahlt nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten in neuem Glanz. Seine Entstehung verdankt es der Großzügigkeit der schwedischen Monarchie als Siegermacht des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648, der durch den Westfälischen Frieden beendet wurde. Zu den von der schwedischen Krone beherrschten Gebieten gehörte seitdem auch Vorpommern.
Königin Christina (1626–1689) belehnte den Kammerpräsidenten Gerdt Antoniison Rehnskiöld (1610–1658) unter anderem mit dem Gut Griebenow. Sein Sohn Carl Gustaf (1651–1722) war einer der erfolgreichsten Feldherren König Karls XII. (1682–1718) im Großen Nordischen Krieg von 1700 bis 1720/1721. Nachdem ihn der Schwedenherrscher zum Grafen und Feldmarschall erhoben hatte, ließ Rehnskiöld ab 1707 in Griebenow ein Herrenhaus nach skandinavischem Vorbild bauen. Nicht nur dieses Herrenhaus und die 15-eckige Gutskapelle, auch die übrigen Gebäude des Adelssitzes und der später landschaftlich überformte Park machen Griebenow sehenswert.