Henrik Bispinck,
Damian van Melis und Andreas Wagner (Hrsg.)

Nationalsozialismus in Mecklenburg und Vorpommern

15 x 22 cm, 174 Seiten, Broschur
mit Abbildungen

978-3-931185-90-9
Preis:19,00 €

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Beiträge zur Zeitgeschichte

Die Beiträge des vorliegenden Bandes gehen auf die zweite Tagung des Arbeitskreises Mecklenburg und Pommern im 19. und 20. Jahrhundert zum Thema »Leben in der Diktatur - Mecklenburg und Pommern unterm Hakenkreuz« zurück. die im Oktober 1998 in Rostock stattfand.

Die Autoren behandeln die Geschichte Mecklenburgs und Pommerns im ›Dritten Reich‹, greifen zum Teil aber noch über diesen Zeitraum hinaus. Unterschiedlichste Aspekte, von der Geschichte der NSDAP-Organisation über die NS-Baupolitik, Korruption im Nationalsozialismus und die Technisierung der Landwirtschaft bis hin zum Antifaschismus nach 1945 werden thematisiert.
Alle Aufsätze zeigen, daß das Wissen über die NS-Diktatur in Mecklenburg und Vorpommern noch immer recht oberflächlich ist. Dies liegt nicht zuletzt daran, daß zu diesem Zeitraum nur verhältnismäßig wenig geforscht wird. Nach der zehnjährigen Hochkonjunktur der SBZ/DDR-Forschung werden die weißen Flecken im ›Rest‹ des Jahrhunderts immer deutlicher. Der vorliegende Band versucht, einige davon aufzuarbeiten.

Pressestimmen

Mit seinen überwiegend überzeugenden Detailstudien trägt der Sammelband weitere Mosaiksteinchen zur Erforschung der NS-Zeit zusammen.
Johanna Hertzsch

Zeitgeschichte regional - 1/2002

Insgesamt handelt es sich um einen informativen Band. Wie bereits angedeutet ist das nicht zuletzt dem – zugleich etwas eklektisch anmutenden – Schneisenschlagen in das breite Spektrum sozialgeschichtlicher Themenfelder zu verdanken. Wohl aus diesem Grund haben es die Herausgeber auch vermieden, den Spezialstudien den sonst üblichen zusammenfassenden Aufsatz voranzustellen. Sinnvoller wäre ohnehin ein resümierender Epilog gewesen, der die hier recht plastisch zu beobachtenden Möglichkeiten und Grenzen regionalgeschichtlicher Forschung aufzeigt. Ungeachtet dessen darf der angezeigte Band als einer der ersten gelten, der sich dem Aufstieg und der Herrschaft des Nationalsozialismus in einer Region widmet, deren traditionelle starke Imprägnierung durch autoritäre und völkische Mentalitätsbausteine bereits in den 60er-Jahren erkannt wurde, doch bislang kaum entsprechende Studien nach sich zog.
Tobias Sander

Archiv für Sozialgeschichte online - 22. Oktober 2002

Das Bild, das sich den Forschern beim Quellenstudium darbot, ist ziemlich einheitlich: Die ländlich geprägte, protestantische Provinz Pommern bot den besten Nährboden für das Gedankengut des Nationalsozialismus.
Katrin Hoffmann

Nordkurier - 16./17. Februar 2002