Hanns Hopp 1890-1971

Königsberg, Dresden, Halle, Ost-Berlin
Eine biographische Studie zu moderner Architektur

28 x 21 cm, 312 Seiten, gebunden, 260 Abbildungen

3-931185-61-3
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Hanns Hopp war in den 1920er Jahren mit seinen kräftig expressionistischen und elegant neusachlichen Bauten einer der wichtigen Vertreter der künstlerischen Avantgarde in Deutschland. In diesem Jahrzehnt war Hopp der bevorzugte Architekt in Königsberg/Ostpreußen und errichtete dort alle bedeutenden öffentlichen Bauten, darunter die Deutsche Ostmesse mit dem Haus der Technik und den ersten deutschen Zivilflughafen. Ab 1933 erhielt Hopp keine öffentlichen Aufträge mehr, war jedoch mit dem Bau von Wohnhäusern weiterhin erfolgreich.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete Hopp im Osten Deutschlands und in seiner städtebaulichen Vision vom Aufbau Dresdens spiegelt sich seine Vorstellung von der Entwicklung einer neuen Gesellschaft hin zu einem idealtypisch gedachten Sozialismus wider. Der inzwischen 60-jährige Hopp erlebte in der DDR eine zweite Karriere. Als ordentliches Mitglied der Deutschen Bauakademie gehörte er zum kleinen Kreis einflussreicher Architekten im Land. Er war wesentlich an den Planungen für die Stalinallee beteiligt.

Da die Orte seines Wirkens hinter dem »Eisernen Vorhang« lagen, war Hopps Œuvre lange aus dem Gedächtnis der Architekturgeschichte verschwunden. Nun konnte auf der Grundlage zahlreicher unveröffentlichter Archivalien und Zeichnungen sein Lebenswerk von über 200 Bauten, Wettbewerbsbeiträgen, architektonischen Entwürfen und Bühnenbildern erstmals zusammengestellt werden.

Pressestimmen

Hopps Ouvre ist Vergangenheit, aber seine öffentliche Rolle in den frühen Jahren der Teilung verdient die Aufmerksamkeit, die ihm mit der jetzigen Veröffentlichung zuteil wird: als ein exemplarischer Lebensweg im Auf und Ab der deutschen Geschichte.
Bernhard Schulz

Der Tagesspiegel - 11. Februar 2000

Mit einer mustergültigen Studie rehabilitiert die Bonner Kunsthistorikerin Gabriele Wiesemann einen der wichtigsten Baukünstler der DDR und gewinnt darüber hinaus einen bedeutenden deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts für das öffentliche Bewußtsein zurück, aus dem er vom Zweiten Welt- und vom Kalten Krieg vertrieben worden war.
Peter Müller

Die Welt - 30. März 2000

Die beweiskräftig illustrierte »biographische Studie zu moderner Architektur« wird in einer schönen und lebendigen Sprache erzählt.
Manfred Sack

Die Zeit - Buchbeilage - 51/2002

Die Biografie ist anschaulich und lebendig geschrieben und enthält, besonders in den ersten Teilen, genaue Beschreibungen und Analysen. Aber der Versuch, Hopp in einen konsequenten Ästhetiker und einen politisch naiven Idealisten zu teilen, um ihn für ein zeitloses »Bürgertum« zu retten, wird den stilistisch wie politischen Entscheidungssituationen des 20. Jahrhunderts nicht gerecht.
Ulrich Hartung

Bauwelt - 12/2000

Gabriele Wiesemann hat mit Sympathie für die Person Hanns Hopp eine leicht und gut lesbare Studie geschrieben und, die Bauten ausführlich analysierend und ausgewogen, genau beurteilend, einen wichtigen Beitrag zur Architekturgeschichtsschreibung geleistet.

Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertums

Umfangreich recherchierte und vorzüglich ausgestattete Studie.
Jürgen Tietz

Neue Zürcher Zeitung - 1./2. August 2000