Großherzogliche Kunst im Schloss Ludwigslust

Fürstenabfindung, Enteignung und Restitution

mit einem Geleitwort von Kornelia von Berswordt-Wallrabe
23,5 x 22 cm, 120 Seiten, 110 überwiegend farbige Abbildungen, Hardcover
Geschichte, Architektur, Kunst. Beiträge zu den Kulturlandschaften Mecklenburg und Vorpommern; 4

978-3-940207-98-2
Preis:24,80 €

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Mit der Novemberrevolution 1918 endete in Deutschland die Monarchie, auch in Mecklenburg-Schwerin musste Großherzog Friedrich Franz IV. abdanken. Er verlor seine Macht und den Großteil seines Besitzes. Es blieben ihm die Kunstwerke, die unter Herzog Christian II. Ludwig zu einer bedeutenden Sammlung geworden waren.
In den Auseinandersetzungen zwischen dem jungen Freistaat und dem Großherzog wurden 1919 und 1930 wesentliche Teile des Kunstbesitzes gegen Gutsbetriebe getauscht, die fortan das Auskommen der großherzoglichen Familie und der vielen mit ihnen verbundenen Menschen sichern sollten.
Im Schloss Ludwigslust, das wieder zum Lebensmittelpunkt geworden war, blieben viele Möbel, Gemälde und andere Kunstwerke, an denen oft familiäre Erinnerungen hingen. Im Jahr 1945 wurde auch die großherzogliche Familie unter sowjetischer Besatzung entschädigungslos enteignet und Herzog Christian Ludwig in die Sowjetunion verschleppt und bis 1953 dort gefangen gehalten.
Nach dem Untergang der DDR im Herbst 1989 sanktionierten die Bundesregierung und die Europäische Union die Enteignungen des Landes und der Immobilien, doch der Bundestag beschloss 1994 die Restitution der 1945 enteigneten Kunst.
Die Stücke aus großherzoglichem Besitz, nun »Sammlung Christian Ludwig Herzog zu Mecklenburg« genannt, sind eng mit der Familie, ihrem Leben im Schloss Ludwigslust und dem Land Mecklenburg verbunden – ihre bewegte Geschichte kann in diesem Buch nachgelesen werden. Aktuelle Abbildungen von Sammlungsstücken und viele bisher unbekannte historische Fotografien aus dem Schloss Ludwigslust illustrieren den auf zeitgenössischen Quellen basierenden Text.

Inhalt
Prolog
Das erste Jahr nach der Abdankung
Der Auseinandersetzungsvertrag von 1919
Die tatsächliche Auseinandersetzung um die Kunst
Schloss Ludwigslust um 1920
Verordnung über die Ausfuhr von Kunstwerken
Volksbegehren »Enteignung der Fürstenvermögen« 1926
Verkaufen oder nicht verkaufen?
Schloss Ludwigslust um 1930
Der große Tausch von 1930
Was von den Bildern geblieben war
Schloss Ludwigslust um 1940
Das Kriegsende in Ludwigslust
Die Enteignung von 1945 und ihre Folgen
Schloss Ludwigslust um 1970
Das Ausgleichsleistungsgesetz von 1994 und die Restitution der Kunst
Epilog
Anmerkungen
Orts- und Personenregister
Dank
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Pressestimmen

"Es solle aufklären und Anstoß sein in der Diskussion darüber, ob das Land diese Kunst überhaupt brauche", so die Autorin. Sie selbst hält den Preis für gerechtfertigt. Das mit zum Teil unveröffentlichten historischen Fotos reich illustrierte Buch beschreibt die Sammlung und was mit ihr nach dem Abdanken des Großherzogs Friedrich Franz IV. im November 1918 geschah.
http://www.ndr.de/kultur/literatur/kunstsammlung187.html

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