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(Hg.)

Georg Adolph Demmler

1804–1886. Einige Notizen aus meinem Leben

16 x 24 cm, 288 Seiten, gebunden, Schutzumschlag
45 Abbildungen, Register

978-3-935749-45-9
Preis:14,80 €

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Die meisten Angaben zum Leben des Architekten Georg Adolph Demmler basieren bis heute auf der 1914 vom Berliner Journalisten Bruno Mertelmeyer herausgegebenen »Autobiographie eines großen Baumeisters«, wobei er die originalen Aufzeichnungen gekürzt und bearbeitet hat. Kaum bekannt ist die Tatsache, dass sich die Demmlerschen Unterlagen im Landeshauptarchiv Schwerin befinden, wohin sie 1947 auf abenteuerlichem Weg gelangt sind. Der 200. Geburtstag des Schweriner Architekten ist ein willkommener Anlaß, dieses authentische Dokument zu publizieren, durch ein Orts- und Personenregister der weiteren Bearbeitung zu erschließen und durch zeitgenössische Abbildungen zu illustrieren.

Nur wenig weiß man bisher von der Italienreise, die Demmler 1880 gemeinsam mit seiner Nichte Elisabeth Mau unternahm und die in den »Notizen aus meinem Leben …« nicht mehr erwähnt ist. Dass sich der erste Teil des von der Nichte geführten Reisetagebuches in privatem Besitz erhalten hat, ist als besonderer Glücksfall anzusehen. In erfrischender Direktheit schildert Elisabeth Mau, später verh. Jester (1856–1899), ihre Erlebnisse zwischen der Abreise aus Schwerin, während der Fahrt über Leipzig, Chemnitz, München, Innsbruck und Bozen, und in Verona, Venedig, Brescia, Mailand, Genua, Pisa, Livorno, Siena, Orvieto und Rom. Die Eintragungen dieser zweieinhalb Monate berichten über das Gesehene und Erlebte ebenso wie über das persönliche Befinden des kränkelnden Demmlers, sie geben Auskunft über die verzehrten Speisen wie über die gekauften Reiseandenken. Dass Demmler sehr oft Photographien erwarb, gab den Anstoß, auch dieses Tagebuch mit zeitgenössischen Abbildungen zu versehen.

Komplettiert wird der Band durch drei aktuelle Aufsätze. Von Dirk Schleinert, der auch die Transskription der originalen Texte besorgte, stammen die quellenkritischen Anmerkungen, von Sabine Bock die Gedanken zu den Architektenreisen im 19. Jahrhundert und von Rudolf Conrades die essayistischen Bemerkungen zu Georg Adolph Demmler.

Pressestimmen

Das Reisetagebuch ist gute Lektüre für Demmler-Freunde, eine Anleitung, wie man großväterliche Onkel glücklich macht, und ein Begleiter für Italienreisende und Architekturfreunde. Denn Fotografien aus Venedig, Mailand und Rom, alle aus den Jahren um 1880, illustreren es anschaulich.
Bert Lingnau

NDR - 21. Februar 2005

Sabine Bock und Rudolf Conrades haben etwas vor dem Vergessen bewahrt, um das es zu schade gewesen wäre für die deutsche Architekturgeschichte, zu der Demmlers Wirken gehört.
Bruno Block

Mecklenburg-Magazin - 23. März 2005