Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland. 7

Gefährdete Kirchen in Mecklenburg

29.5 x 21 cm, 56 Seiten, Broschur,
über 200 Abbildungen

978-3-931185-37-4
Preis:2,00 €

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Eine Dokumentation der Bauabteilung und des Baubeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs

In Mecklenburg sind mindestens einhundert Kirchen und Kapellen, fast ausnahmslos Dorfkirchen vom Verfall bedroht. Mit diesen zum Teil bis ins 13. Jahrhundert zurückgehenden Kirchen droht zumeist nicht nur das älteste, sondern auch das einzige Baudenkmal des Ortes zugrunde zu gehen. Ein Dorf verliert mit seiner Kirche seinen geistigen und architektonischen Mittelpunkt, sein religiöses Zentrum seit Jahrhunderten; das Land verliert ein wichtiges landschaftsprägendes Zeichen regionaler und nationaler Identität.

Nach Jahrzehnten mangelnden Bauunterhalts sind jetzt erhebliche Aufwendungen notwendig, um die SakraIbauten zu sichern. Die letzte durchgreifende Instandsetzung liegt nicht selten mehr als einhundert Jahre zurück.

Pressestimmen

Weit über einhundert Kirchen und Kapellen sind in Mecklenburg vom Verfall bedroht. Auf diesen Zustand macht jetzt ein Arbeitsheft aufmerksam, das die Bauabteilung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs erarbeitet hat. Initiator der Dokumentation ist die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, die bereits vor etwa zwei Jahren die Publikation »Gefährdete Kirchen in Vorpommern« herausgegeben hat.
Die letzte durchgreifende Restaurierung eines Großteils der mecklenburgischen Kirchen liegt einhundert Jahre und länger zurück. Besonders nach 1945 haben Jahrzehnte der Vernachlässigung unübersehbare Spuren hinterlassen. Stark betroffen sind vor allem Fachwerkkirchen, so beispielsweise in Ahrensberg (18. Jahrhundert) oder Alt Gaarz (1854/55 errichtet von Friedrich Wilhelm Buttel), beide im Landkreis Mecklenburg-Strelitz gelegen. Durch die marode Bausubstanz ist häufig auch die Kirchenausstattung in Gefahr. Auf 56 Seiten stellt das Arbeitsheft »Gefährdete Kirchen in Mecklenburg« die Gotteshäuser und ihre Schäden jeweils mit einem kurzen Text und zwei Schwarzweißfotos vor. Ihr zum Teil äußerst bedenklicher Zustand wird weitgehend sachlich geschildert. Dennoch soll die Broschüre im Verständnis von Landeskirche und Denkmalpflegern ein Aufruf zu tatkräftiger Hilfe sein. Michael Petzet, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger , versteht die Publikation als Anstoß für Privatpersonen, Firmen, Verbände und Politiker, sich in gemeinsamer Anstrengung für die Rettung der Kirchen einzusetzen. Daß derartige Appelle nicht ohne Widerhall bleiben, zeigt das vorausgegangene Heft »Gefährdete Kirchen in Vorpommern« mit einem Foto der barocken Fachwerkkirche in Klempenow (Landkreis Demmin) auf dem Einband. Das bedeutende Gotteshaus wird seit Dezember des vergangenen Jahres umfassend saniert.
Thomas Scheck

Nordkurier, Wochenendkurier, S. 6 - 25. April 1998