Neuerscheinung

Ein Weingut in der Oberlößnitz

Seine Geschichte und Geschichten

22.5 x 23.5 cm, Hardcover, 160 Seiten, 149 Abbildungen

9783944033181
Preis:24,80 €

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Die Lößnitz ist ein gewisser Strich, da lauter hohe Gebirge seyn, die köstlichen Wein tragen, und weil die Churfürstlichen Berge auch allda liegen, wird diese Gegend genennet die Hoffe=Lößnitz.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Weingut der sächsischen Landesfürsten befindet sich zu Füßen der steilen Hänge des Elbtales das Weingut mit dem charakteristischen Meinholdschen Turmhaus. Mutmaßlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Winzerhaus erbaut, veränderten die verschiedenen Eigentümer sein Aussehen beständig nach ihren Wünschen und Bedürfnissen. Verdankt das ursprüngliche Winzerhaus dem Landbauschreiber Johann Joachim Ossenfelder seinen auffälligen Turm, so erhielt es von dessen Nachfolger, dem königlichen Hofbuchdrucker Carl Christian Meinhold, den Namen. Seine Töchter ließen den hohen Turm um ein Stockwerk reduzieren. Ihr Bruder Immanuel errichtete die große Villa.
Die Reblauskatastrophe ließ den Meinholdschen Nachkommen ihren Besitz ohne Wein Ende des 19. Jahrhunderts zur Last werden. Der Zweite Weltkrieg nahm Johanna und Walther Thenius dann den Erben und die Verhältnisse in der DDR machten die Grundstückserhaltung nahezu unmöglich.
Dennoch machten es sich Ulrich und Elisabeth Aust seit den späten 1960er Jahren zur Lebensaufgabe, unter den schwierigen Bedingungen der Mangelwirtschaft die historischen Gebäude denkmalgerecht zu sanieren und mit neuem Leben zu erfüllen. Die Vereinigung Deutschlands schaffte 1990 die Voraussetzung für die Wiederbelebung des Weingutes. Heute führt ihr jüngster Sohn das "Weingut Karl Friedrich Aust".