Neuerscheinung

Anna Siemens und Hertha Siemens

Recherchen von Yvonne Groß
herausgegeben von der Werner Siemens-Stiftung, Zug
21,5 x 27,5, 248 Seiten, 167 Abbildungen, Hardcover, Seideneinband
Stammtafeln, Ort- und Personenregister

978-3-944033-60-0
Preis:58,00 €

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Die Werke von Johann Wolfgang von Goethe standen in den Bücherschränken von Anna und Hertha stets griffbereit. Anregung, Rat und Trost fanden die beiden bei dem Dichter. Sie werden seine Überlegung gekannt haben, die Hauptaufgabe einer Biografie sei es, »den Menschen in seinen Zeitverhältnissen darzustellen und zu zeigen, in wiefern ihm das Ganze widerstrebt, in wiefern es ihn begünstigt, wie er sich eine Welt- und Menschensicht daraus gebildet, und wie er sie […] wieder nach außen abspiegelt.«

Annas und Herthas Welt- und Menschensicht wird vor allem durch ihren Vater Werner von Siemens geprägt. Beide Schwestern tragen sein Arbeitsethos weiter, sehen sich wie ihr Vater in der Verantwortung für das Wohl der Familie und haben von ihm gelernt, neue Ideen zu entwickeln und diese auch zu realisieren. Für die Familie engagieren sich Anna und Hertha in vielfältiger Weise: Sie stehen einzelnen Verwandten mit Rat und Tat zur Seite; sie fördern gemeinsam Familienprojekte wie das Goslarer Siemenshaus und setzen schließlich ihr Erbe in der »Werner Siemens-Stiftung« langfristig zum Nutzen der Familie ein. Ihre Fähigkeit zur Entwicklung und Realisierung neuer Ideen stellt Anna nachdrücklich in der Siedlung Gronauer Wald unter Beweis und Hertha beim Bau und Betrieb des »Ettershauses« sowie der »Tenuta Apuana«. Ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit gibt ihnen lebenslang einen großen Spielraum, eigene und auch unkonventionelle Wege zu gehen.

(Aus dem Epilog zu dem vorliegenden Band)