Elisabeth von le Fort

leFort

(1880 – 1972) Elisabeth wurde in Minden als Tochter des preußischen Offiziers Lothar von le Fort und seiner aus der Uckermark stammenden Ehefrau Elsbeth geb. von Wedel-Parlow geboren. Elisabeth wuchs mit ihren zwei Geschwistern in verschiedenen Garnisonsstädten auf. Bedingt durch die Tätigkeit des Vaters musste die Familie des Öfteren umziehen. Da schon früh feststand, dass Elisabeths Bruder Stephan das Gut Boek von den kinderlosen Verwandten erben würde, verbrachten die Kinder viele Sommerferien auf dem Gut und fühlten sich mit diesem Ort eng verbunden. Nach der Pensionierung des Vaters zog die Familie 1898 nach Ludwigslust, und 1915, nach dem Tod des letzten Onkels, ganz nach Boek. 

In Ludwigslust begannen die beiden Schwestern, Gertrud und Elisabeth, ernsthafter zu schreiben. Die kleine Residenzstadt bildete den Hintergrund für eine Reihe früher Texte. 1908 veröffentlichte Elisabeth von le Fort unter dem Pseudonym Maria von der Heide ihren ersten Roman „Die Rosenstadt“, der eine neue Gesellschaftsordnung beschrieb, in der Hierarchien aufgehoben sind und der Mensch im Einklang mit der Natur lebt. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg begeisterte sie sich für die Lebensreformbewegung, in späteren Jahren setzte sie sich sehr für den Tier- und Naturschutz ein. 

Das umfangreiche literarische Werk von Elisabeth von le Fort ist heute im Literaturarchiv in Marbach einzusehen. Es umfasst Gedichte, Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten, die nur zum Teil in Buchform veröffentlicht wurden. Oft sind die Texte in Zeitungen und Zeitschriften erschienen. 

Die Landschaft an der Müritz bildet in vielen Texten den Hintergrund ihrer Geschichten und ist, auch nach dem Zwangsverkauf von Boek 1935 und dem Umzug nach Baierbrunn bei München, ein Sehnsuchtsort für Elisabeth von le Fort geblieben. So beschreibt auch ihre letzte Novelle „Das Tor der Barmherzigkeit“ (1967) das Leben eines einfachen Hirten in Mecklenburg. (Foto: Frida Wrede, Ludwigslust)
 

Bücher von Elisabeth von le Fort im THV

Boek
Elisabeth von le Fort

Gedanken an ein Heimathaus

herausgegeben von Annette le Fort und Eilith le Fort