Heinrich Tessenow

Heinrich Tessenow wurde am 7. April 1876 in Rostock geboren. Mit Recht kann gesagt werden, daß er sein ganzes Leben über dem Lande seiner Geburt, Mecklenburg, anhing. Mit Ausnahme der ersten Wanderjahre war er stets dort zu Hause. Auch wenn seine Lehrtätigkeit außerhalb dieses Landes lag, sein Wohnsitz blieb immer Neubrandenburg. Hier wurde er bereits vor dem Ersten Weltkrieg ansässig und hier erwarb er um 1920 herum ein großes, altes Bürgerhaus, das er für sich und seine Familie herrichtete. In den Semesterferien kehrte er stets nach Neubrandenburg zurück, um in Ruhe zu arbeiten, und dabei entstand gewiß auch viel von seinem schriftlichen Werk. Erst am Ende des 2. Weltkrieges zog er sich, um der durch die Kriegsereignisse dort eingetretenen Unruhen zu entgehen, nach Siemitz bei Güstrow auf eine Häuslerei zurück. Er blieb in Mecklenburg.

7. April 1876 Geboren in Rostock
1894-1897 Zimmermannslehre und Besuch einer Baugewerkschule
1900-1901 Hörer an der Technischen Hochschule, München
1902-1903 Lehrer an den Baugewerkschulen Lüchow und Sternberg
1905-1909 Lehrer an der Schule in Trier
1910-1913 Mitarbeiter an der Gartenstadt Hellerau bei Dresden, Bau von Wohnhäusern und der Bildungsanstalt für rhythmische Gymnastik
1913-1919 Professor an der Kunstgewerbeschule in Wien
1919-1920 Wieder in Hellerau. Gründung der Handwerker-Gemeinde
1920 Mitglied der preußischen Akademie der bildenden Künste
1920-1926 Professor an der Akademie der Künste in Dresden
1926-1941 Professor an der technischen Hochschule Berlin. Gleichzeitig bis 1934 Leiter eines Meisterateliers an der Akademie der bildenden Künste, Berlin.
1930 Umbau und Ausgestaltung von Schinkels "Neuer Wache" Unter den Linden in Berlin zum Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges
1936 Leiter eines Meisterateliers der Preußischen Akademie der Bildenden Künste, Berlin.
1945 Wiederaufnahme der Professur an der Technischen Hochschule, Berlin.
1. Nov. 1950 Gestorben in Berlin.

Veröffentlichungen im THV

Heinrich Tessenow

Hrsg. von Otto Kindt

Nachdenkliches

Heinrich Tessenow, Otto Kindt

Ich verfolgte bestimmte Gedanken ...

Dorf, Stadt, Großstadt - was nun?